Weniger Verpackungsmüll mit Strategie

Weniger Verpackungsmüll mit Strategie

Titelthema

Editorial

Verpackungen halten Nahrungsmittel frisch und schützen ihre Qualität. Doch einmal entfernt, landen sie schnell im Abfall. Deutschland produzierte allein im Jahr 2016 knapp 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsmüll, so viel wie kein anderes EU-Land. Deshalb wollen wir bis Ende 2030 alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher gestalten.

Maria Schäfer, Funktionsbereichsleiterin Nachhaltigkeit Ware, zu den Verpackungszielen der REWE Group

Ansatz und Maßnahmen für umweltfreundlichere Verpackungen

Mit den bereits über 1.200 umgesetzten Veränderungen sparen allein REWE und PENNY in Deutschland aktuell pro Jahr rund 7.600 Tonnen Kunststoff ein. Maria Schäfer, Funktionsbereichsleiterin Nachhaltigkeit Ware, berichtet, wie die REWE Group gemeinsam mit ihren Lieferanten Verpackungen immer weiter optimiert.

Porträtfoto von Maria Schäfer
Mehrwegnetz, Natural Branding & Co.

Vermeiden: Durch Nichts ersetzen

Wo es möglich ist, versucht die REWE Group Verpackungen und (Einweg-)Plastik zu vermeiden. Die Ansatzpunkte sind vielfältig: Auslistung der Plastiktüten, Abschaffung von Kunststofffolien bei Gurken, Mehrwegnetze statt Knotenbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung oder Laser-Logos für Bio-Obst und -Gemüse wie die Süßkartoffel.

Verschiedene Mehrwegalternativen für die Einweg-Plastiktüte
Aufkleber, Banderolen & Co.

Verringern: Weniger ist besser

In manchen Fällen ist eine Verpackung sinnvoll und notwendig, zum Beispiel zum Schutz von Produkten. In diesem Fall arbeitet die REWE Group daran, diese Verpackungen so weit wie möglich zu verringern. Die Ansätze reichen von Aufklebern und Banderolen statt Folienverpackungen über verringerte Folienstärken bis zum Einsatz von dünnwandigeren Glasverpackungen oder Mehrweg-Flaschen.

Verschiedene Bananen mit Banderole und Stickern
Kreislaufwirtschaft und Recycling

Verbessern: Umweltfreundlichere Rohstoffe im Einsatz

Wo es nicht möglich ist, Verpackungen zu vermeiden oder zu verringern, strebt die REWE Group eine Optimierung von Verpackungen an. Dafür spielen das Konzept der Kreislaufwirtschaft und umweltfreundlichere Rohstoffe eine wichtige Rolle. Um Materialkreisläufe zu schließen, setzt die REWE Group vor allem auf Rohstoffe, die schnell nachwachsen, zertifiziert, bereits recycelt oder leicht recycelbar sind.

Äpfel mit Graspapier-Verpackung
Vermeiden, verringern, verbessern

Strategische Einbettung

Die umweltfreundlichere Gestaltung von Verpackungen ist bei der REWE Group strategisch verankert. Die übergreifende Strategie zur Optimierung von Verpackungen besteht aus drei Säulen: Vermeiden, Verringern und Verbessern.

Um Produktverpackungen umweltfreundlicher zu gestalten, hat die REWE Group im Austausch mit Stakeholdern, in internen Workshops und durch eine strategische Sortimentsanalyse Verbesserungsansätze und -potenziale identifiziert. Die Verpackungsleitlinie definiert seit Anfang 2019 einen verbindlichen Handlungsrahmen für die REWE Group und ihre Vertragspartner in Bezug auf Verpackungen.

Ziel: Bis Ende 2030 will die REWE Group 100 Prozent der Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher gestalten.

Eine Grafik mit verschiedenen umweltfreundlicheren Verpackungen

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Soziale und ökologische Auswirkungen unternehmerischen Handelns hängen eng zusammen. Ganzheitlich schauen wir auf unsere Aktivitäten und engagieren uns z.B. für Menschenrechte, Biodiversität und umweltfreundlichere Verpackungslösungen.