Moorschutz

Wirkungsvolle Alternativen zu Torf in den Regalen

Es gibt immer weniger Moore: Der Mensch legt sie trocken, um Torf zum Beispiel für Blumenerde abzubauen. Dabei werden jedoch Ökosysteme zerstört und es entweicht klimaschädigendes CO2 in die Atmosphäre. Deshalb setzen REWE, PENNY und toom Baumarkt auf torffreie Erden.

Eine Frau pflanzt Blumen ein
Moore binden Millionen Tonnen CO2. Torffreie Erden sind daher wichtig für den Klimaschutz und den Erhalt von wertvollen Ökosystemen.

In 1.000 Jahren entstanden

Sie sind Tausende von Jahren alt, binden viel CO2 und beherbergen eine besondere Vielfalt. Die Moore in Deutschland sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Doch hier lagert auch das Torf, das in vielen Produkten wie Blumenerde zum Gärtnern enthalten ist. Die Erden in Baumärkten und Supermärken bestehen oft zu 80 bis 90 Prozent aus Torf. Es entsteht in einem sehr langwierigen Prozess in den Mooren: Bis eine ein Meter dicke Schicht gewachsen ist, dauert es rund 1.000 Jahre. Um es zu gewinnen, legt man die Moore trocken, trägt den Torf ab und zerstört so das Ökosystem – mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Artenvielfalt und Klima.

Mit Alternativen zum Vorreiter

Deshalb hat sich toom Baumarkt 2016 als erste Baumarktkette in Deutschland dazu entschieden, das gesamte Erdensortiment sowohl der Eigenmarken als auch der Markenprodukte bis spätestens 2025 auf torffreie Alternativen umzustellen. 2019 wuchs das Eigenmarken-Sortiment torffreier Erden auf insgesamt zehn Produkte. Neben Bio-Pflanzenerden, die sowohl den Bio-Grünstempel® als auch das PRO PLANET-Label tragen, kamen mit der „toom Pflanzerde“ und der „toom Rosenerde“ zwei weitere torffreie Alternativen für die Kunden dazu.

Wichtigste Bestandteile dieser torffreien Erden sind zum Beispiel Holzfasern, die als Holzhackschnitzel ein Nebenprodukt der Holzindustrie im Sauerland sind, sowie Grünschnittkompost aus regionaler Herstellung. Die REWE Kokosblumenerde mit dem PRO PLANET-Label besteht aus Kokosfasern, ist damit ebenfalls torffrei und wird in Sri Lanka unter abgesicherten Sozialstandards hergestellt.

Neben dem Angebot immer wieder neuer torffreier Blumenerden steigert toom Baumarkt zusätzlich nach und nach bei allen Erden den Anteil von Torfersatzstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Bis auf zwei Spezialerden wurden bereits sämtliche Erden der Eigenmarke stufenweise reduziert oder vollständig auf torffrei umgestellt. Konkret heißt das, dass schon heute durchschnittlich über 70 Prozent Torfersatzstoffe eingesetzt werden – und zwar in Bezug auf das gesamte Volumen verkaufter Erden bei toom Baumarkt. Mit dieser Umstellung leistet das Handelsunternehmen einen Beitrag für Klimaschutz und Vielfalt. Auch die Vertriebslinien REWE und PENNY haben ihr saisonales Erden-Sortiment um torffreie und torfreduzierte Alternativen ergänzt.

Torffreie Erde bei toom
Da Moore trocken gelegt werden müssen, um an Torf zu gelangen, hat sich toom Baumarkt als erste Baumarktkette in Deutschland dazu entschieden, das gesamte Erdensortiment bis spätestens 2025 auf torffreie Alternativen umzustellen.

Weitere Geschichten der Titelstory

Stummer Frühling

Weckruf durch leere Regale: Mit „Stummer Frühling“ und gähnend leeren Regalen machte PENNY auf das Insektensterben aufmerksam. Ohne Insekten gäbe es viel weniger Lebensmittel.

Mehr erfahren

Blühendes Österreich

Blühendes Österreich setzt sich für die heimische Artenvielfalt ein. Eine Naturschutz- und Regionalitäts-Initiative von BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG.

Mehr erfahren

Mit Bildung und Chili für Mensch und Tier

Die DER Touristik Foundation e.V. fördert den Erhalt von Lebensräumen und Artenvielfalt. Umweltbildung sensibilisiert die lokale Bevölkerung für den Naturschutz.

Mehr erfahren