Mittelamerikafonds

Ganzheitlicher Ansatz für den Bananenanbau

Die Projekte der REWE Group in Bananen-Anbaugebieten verbessern die ökologischen und sozialen Bedingungen in Mittelamerika. Aufforstungen und strenge Anforderungen an die Produktion fördern die biologische Vielfalt in Costa Rica und Panama.

Bananenstaude
Vom Mittelamerikafonds der REWE Group profitiert vor allem die lokale Bevölkerung in Bananen-Anbaugebieten.

Ausgangspunkt Panama

Die REWE Group engagiert sich für bessere ökologische und soziale Bedingungen im Bananenanbau in Mittelamerika. Gemeinsam mit dem Bananenproduzenten Chiquita führte die REWE Group von 2009 bis 2013 das Tropenprojekt in Bananen-Anbaugebieten in Panama durch. Dazu gehörten v. a. Naturschutzmaßnahmen und die Einbindung der lokalen Bevölkerung: Die Menschen vor Ort profitierten von Umweltbildung und konnten ihre wirtschaftliche Perspektive verbessern. Dabei erlebten sie, wie sich die wertvollen Ökosysteme schonender nutzen und die Artenvielfalt langfristig erhalten lassen.

Dr. Florian Schäfer trägt eine Bananenstaude
Dr. Florian Schäfer, Nachhaltigkeitsmanager für Obst und Gemüse, beim Besuch eines Projekts des Mittelamerikafonds.

Immer mehr Regionen profitieren

Die positiven Erfahrungen in Panama wirkten ansteckend: Bald kam das Tropenprojekt in weitere Bananen-Anbaugebiete – unter anderem nach Costa Rica. Der REWE Group-Mittelamerikafonds („Bananenfonds“) stellte dafür von 2013 bis 2018 ein Projektvolumen von über 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Lokale Organisationen konnten sich mit ihren Projektideen um die finanzielle Förderung bewerben. Die GIZ war für die Koordination der Projektanträge verantwortlich und kontrollierte auch die Umsetzung der Projekte vor Ort. Ein Beirat aus Vertretern von Chiquita, Dole, Fyffes, Caritas und der REWE Group bewilligte die Fördergelder. Der Fokus der inzwischen mehr als 40 Projekte lag dabei auf Erziehung und Jugendarbeit, medizinischer Versorgung, Infrastruktur und Artenvielfalt. Für die Zukunft sind schon weitere Projekte in Planung.

  • Verbessertes Angebot an medizinischen Leistungen für 50.000 Menschen
  • Sportstätten für über 2.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Verbesserte Bildungseinrichtungen für 330 Kinder und Jugendliche
  • Tagesbetreuungs- bzw. Kindergartenplätze für 115 Kinder

Im Februar 2018 konnte die REWE Group ganze 160 Hektar aufgeforstete Weidelandflächen in einem Naturschutzgebiet an das Umweltministerium von Panama übergeben. Wo Bäume wieder natürlich wachsen, kommt auch die dichte Bewaldung zurück. Nun können sich bedrohte Tierarten in dem neuen Bio-Korridor viel weiträumiger bewegen. Das erhöht und stabilisiert die Biodiversität.

Ausdehnung innerhalb der Lieferkette

Neben der Projektförderung setzt die REWE Group auf strenge Anforderungen an die Produktion von Bananen. Alle Erzeugerbetriebe müssen sich von der Rainforest Alliance oder nach den EU-Bio-Richtlinien zertifizieren lassen, wenn sie ihre Bananen in den Vertriebslinien der REWE Group in Deutschland verkaufen wollen. Das soll soziale Standards gewährleisten und negative Einflüsse auf die Umwelt reduzieren. So erarbeitet z. B. jede Farm einen Maßnahmenkatalog zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt.

Die Bananen der Eigenmarke „REWE Beste Wahl“ tragen zusätzlich das PRO PLANET-Label der REWE Group und erfüllen damit sogar Anforderungen, die weit über die Basisanforderungen der Rainforest Alliance hinausgehen. Die PENNY Bio Bananen sind zudem Fairtrade-zertifiziert.

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